Wie Frösche essen dich im Leben weiterbringt | Kennst du das auch? Eigentlich solltest du wichtige Dinge erledigen, aber es sind genau diese Aufgaben, vor denen du dich drückst. Wie du das änderst, erfährst du hier...

Kennst du das auch? Eigentlich solltest du dieses und jenes machen, aber es sind genau diese Sachen, auf die du so gar keine Lust hast. Du drückst dich herum und suchst dir Ausreden, warum du diese Aufgaben besser an einem anderen Tag erledigen solltest. Solche Aufgaben sind zum Beispiel die Steuererklärung, der Termin beim Zahnarzt oder andere wichtige Dinge, die unangenehm sind.

Die Symptome akuter “Aufschieberitis”

Ich bin da keine Ausnahme. Im Aufschieben habe ich viel Übung. Letztendlich mache ich diese Dinge dann doch irgendwann. Bis dahin lebe ich lange Zeit mit dem unguten Gefühl im Bauch, etwas zu müssen, aber eigentlich nicht zu wollen. Schließlich kommt auch noch das schlechte Gewissen dazu und jeden Tag aufs Neue das Gefühl etwas wieder nicht erledigt zu haben.

Habe ich mich dann endlich dazu durchgerungen, es doch zu machen, war es im Nachhinein dann gar nicht so schlimm. Ehrlich gesagt, ist meistens die eigentliche Aufgabe, vor der ich mich drücke, weniger schlimm, als die Quälerei, die das Aufschieben mit sich bringt. Für diese Einsicht alleine habe ich schon Jahre gebraucht, aber wie heißt es so schön: „Einsicht ist der beste Weg zur Besserung!“.

Den inneren Schweinehund überwinden

Wie kann ich mir also in Zukunft diese Quälerei sparen? Alles gleich zu erledigen klingt logisch und einfach, aber wie du wahrscheinlich aus eigener Erfahrung weißt, ist das nicht so einfach. Von irgendwoher taucht dann doch immer wieder der innere Schweinehund auf und kostet viel Zeit und Energie.

Und was hat das alles jetzt mit Fröschen zu tun? Ganz einfach! Ich habe neulich ein Buch entdeckt, das mich einen großen Schritt weitergebracht hat: „Eat that Frog“, von Brian Tracy. Ich habe ja schon sehr viele Ratgeber in meinem Leben gelesen, die meisten haben meine Leben nicht wesentlich verändert. Diese Buch ist anders. In 21 Kapiteln befasst sich der Autor mit dem Problem der persönlichen Ineffizienz und erklärt, warum nahezu alle von uns davon betroffen sind. Am Ende jedes Kapitels sind kurze und klare Aufgaben dazu, wie man sich besser organisiert, einfacher Prioritäten setzt und durch bewusstes Weglassen mehr Zeit gewinnt.

Aber was soll das mit den Fröschen? – Tracy vergleicht die Aufgaben, die du vor dir herschiebst, mit Fröschen. Du weißt, dass du diese Frösche schlucken musst, aber natürlich sperrst du dich. Wer möchte schon einen glitschigen, kalten Frosch schlucken?! Tatsache ist aber, je unangenehmer eine Aufgabe ist, desto wichtiger ist sie meistens, daher solltest du sie so schneller wie möglich erledigen. Du musst also den hässlichsten Frosch am besten gleich nach dem Aufstehen zum Frühstück essen.

Da du dich vor dieser Entscheidung, wenn sie sofort umgesetzt werden sollte, drücken würdest, musst du dir schon am Abend des Vortages deine Ziele setzten. Du planst also deinen Tag am Vorabend und legst fest, was die höchste Priorität hat. Am nächsten Morgen musst du dann nur noch diesen Frosch als ersten schlucken. Selbst wenn du den Rest des Tages nichts anderes mehr erledigst, hast du trotzdem einen großen Fortschritt gemacht. Durch diese Technik fühlst du dich am Ende des Tages viel besser, weil wenigstens die eine ungeliebte Aufgabe erledigt ist und dir nicht länger auf der Seele liegt.

Das Pareto-Prinzip oder die 80-20-Regel

Tracy schreibt nicht nur, wie du effizienter werden kannst, sondern erklärt außerdem Prinzipien der Psychologie und Wirtschaft. So kannst du besser verstehen, warum du dich so verhältst und dich so schlecht dabei fühlst. Er zeigt auf, warum es dir besser gehen wird, wenn du diese Hürde überwunden hast und warum manche Menschen viel erfolgreicher sind als der Durchschnitt.

Eines der bekanntesten Prinzipien ist das Pareto-Prinzip. Es ist auch als 80-20-Regel bekannt und lässt sich auf alle Lebensbereiche anwenden. Es besagt, dass nur 20% unserer Bemühungen 80% unseres Erfolges bewirken. Die Restlichen 80% unserer Bemühungen sind also faktisch Zeitverschwendung. Tatsächlich kann man auf einen Teil der Dinge, mit denen man regelmäßig Zeit verbringt, auch getrost verzichten. Man erreicht dann zwar keine 100% Perfektion, aber gewinnt sehr viel Zeit.

Wäre es nicht toll, wenn du nur noch 20% deiner Zeit aufwenden müsstest, um fast das gleiche Ergebnis zu erreichen? Und was, wenn du die gesparten 80% deiner Zeit ebenso einsetzen könntest? Du wärst sehr viel erfolgreicher ohne dich auch nur ein bisschen mehr anstrengen zu müssen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein! Stimmts?!

So findest du dein Ziel

Aber wie geht das? Als erstes musst du dir darüber klar werden, was du wirklich willst. Was ist das Ziel? Das herauszufinden, ist schon nicht ganz einfach und kann viel Zeit in Anspruch nehmen, aber dieser Aufwand lohnt sich. Es ist, als wenn du dir im Wald ein paar Minuten Zeit nimmst, um die Karte und den Kompass zu studieren. Diese Minuten ersparen dir wahrscheinlich Stunden, die du sonst in die falsche Richtung laufen würdest. Genau so ist es mit den Lebenszielen.

Manchmal hilft es sich eine Weile zurückzuziehen oder im Alltag zu beobachten, was sich für dich gut anfühlt und was nicht. Eine Reise, bei der du ganz auf dich alleine gestellt bist, kann dich hier ein großes Stück näher zu dir selbst bringen. Wenn du aus irgendwelchen Gründen zur Zeit nicht verreisen kannst, dann zieh dich ein paar Tage in deine vier Wände oder die Natur zurück, um nicht so abgelenkt und gestresst zu sein.

Wenn dir dein Ziel klar ist, musst du dir nur noch überlegen, wie du es erreichen kannst. Das kann schnell dazu führen, dass du dich überfordert oder ratlos fühlst. Keine Panik! Auch das ist normal. Stell dir folgende Fragen: Wie wichtig ist dir dein Ziel? Wie sehr wünschst du es dir? Und was ist die Alternative?

Wenn du es einfach nur nett fändest und die Alternative auch okay für dich ist, dann wirst du beim kleinsten Hindernis aufgeben. Das ist in Ordnung, solange du damit zufrieden bist. Ist dir dein Ziel hingegen wirklich wichtig, aber du weißt nicht, wie du es erreichen kannst, dann hol dir Hilfe. Es gibt für alles Experten und Stellen, die weiterhelfen. Egal worum es geht, du bist sicher nicht der erste Mensch, der in dieser Situation ist. Eine schnelle Google-Suche wird dir das bestätigen.

Dem Ziel Stück für Stück unaufhaltsam näher kommen

Das große Ganze zu betrachten, kann sehr überwältigend und einschüchternd sein. Teile dir lieber deinen Weg in kleine Schritte ein. Oder, um bei Brian Tracys Vergleich zu bleiben, hast du es mit einer dicken Kröte, statt einem Frosch zu tun, dann schneide sie in kleine Häppchen und iss jeden Tag eines davon. Irgendwann ist auch die größte Kröte verspeist und damit auch dein Ziel erreicht.

Das Wichtigste ist dran zu bleiben und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Lass dir auch nicht von anderen einreden, dass etwas nicht geht oder Unsinn ist. Es werden sicher nicht die Erfolgsmenschen sein, die dich verunsichern, sondern Menschen, die sich mit wenig zufrieden geben und/oder ihre eigenen Träume nicht erreicht haben.

Nimm dir lieber ein Beispiel an Leuten, die an ihren Traum geglaubt und ihr Ziel erreicht haben, wie Bill Gates, Steve Jobs, Tesla Gründer Elon Musk und viele mehr. Manchen Menschen sind ihrer Zeit auch weit voraus, so wie es Galileo Galilei war. Was ich sagen will ist, dass viele Ideen dem Durchschnittsmenschen unrealistisch erscheinen, aber wenn du einen Weg weißt sie zu verwirklichen, dann tue es einfach und bleib dran.

Lies dieses Buch

Ob du nun große oder kleine Ziele verfolgst, ich möchte dir in jedem Fall das Buch „Eat that Frog“ ans Herz legen. Es wird dir helfen deine “Aufschieberitis” zu heilen oder zumindest zu verbessern. Ich komme selbst auch immer wieder an den Punkt, wo sich ein Widerwille in mir breitmacht. Manche Aufgaben sind so langweilig oder unerfreulich, dass ich sie wohl nie mit vollem Tatendrang erledigen werde. Durch das Buch habe ich aber jetzt zumindest ein paar Techniken an die Hand bekommen, meinen Widerwillen zu bezwingen.

Versuch es doch einmal und schreib mir, ob dich das Frösche essen auch weitergebracht hat! Hast du selbst einen ganz heißen Tipp für ein Buch, das dein Leben ein Stück weit verändert hat? Womit tust du dich schwer und was bremst dich aus? Hinterlasse hier einen Kommentar oder schick mir eine E-Mail!

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